Volksturnier 2025

34. Volksturnier vom 9.11.2025

Wenn das Baby dem Eltern-Doppel zuschaut

Der TTC Gelterkinden hatte die Mehrzweckhalle wieder im gewohnten Stil für das Tischtennis Volksturnier hergerichtet. Mit 56 Spieler*Innen fand das Turnier zwar in etwas kleinerem Rahmen als gewohnt statt, der legendären Volksturnier-Atmosphäre schadete dies jedoch nicht. Dies zeigte sich im Doppel, als Andreas Landis mit Partnerin Mary Joan Pauig Steidel im Doppel spielte, während ihr Nachwuchs im Kinderwagen an der Bande zuschaute und zwischen den Ballwechseln kurz besucht wurde. Als es dem Kleinen nicht mehr gefiel, wurde er von Stammgast Luu Trong Nghia umher kutschiert – Volksturnier in seiner reinsten Form!

Erneut schlug sich eine bunte Mischung aus Plausch- und Elitespielern allen Alters mit mehr oder weniger Ehrgeiz die Bälle um die Ohren, während sich andere im PingPong-Beizli verköstigen liessen, die Matches beobachteten, über Material und Technik fachsimpelten oder sich einfach gemütlich unterhielten. Viele Stammgäste freuten sich auf das Wiedersehen mit Kontrahenten und Organisatoren, der eine oder andere hoffte auch auf eine Revanche.

Wiederum war die Klassierungsgrenze der Elite bei D2/D3. Elf Spieler kämpften um die Krone der Elite A, darunter auch Titelverteidiger Adrian Auer. Der für den TTC Oberwil spielende Rodersdorfer wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Im Finale besiegte er den talentierten Tecknauer Severin Fischer, der im Sommer vom TTC Gelterkinden zum regionalen Topclub Rio-Star Muttenz wechselte. Trotzdem stand dieser als Zweiter endlich wieder auf dem Podest, nachdem er drei Mal in Folge Vierter wurde. Den Bronzeplatz sicherte sich der Basler Volksturnier-Neuling Sacha Rindt vom TTC Old Boys Basel.

Die Old Boys waren auch bei der Elite B (16 TN) ganz vorne mit dabei. Thomas Frei aus Allschwil schaffte es bis ins Finale, musste sich dort aber Richard Lohse vom TTC Liebrüti geschlagen geben. Der Pratteler war letztes Jahr noch Finalverlierer in der Serie PlauschPro und konnte nun im ersten Anlauf die Elite B gewinnen. Sein Finalgegner des letzten Jahres, Fabian Salfinger, musste leider verletzt passen. Trotzdem besuchte er zur Freude des TTCG das Volksturnier als Gast. Als Dritter auf dem Podest stand Michael Siegrist aus Kaisten (TTC Sisseln). 2021 wurde er bei seiner ersten Teilnahme Dritter der Elite A, nach vier Jahren gewann er nun wieder einen Pokal.

In der Serie PlauschPro mit zehn Teilnehmenden schafften es zwei erfahrene Volksturnier-Teilnehmer ins Finale. Der Basler Silviu Cristea konnte sich gegen Pascal Thommen aus Allschwil durchsetzen. Damit holte sich Cristea nach 2016 und 2019 den PlauschPro-Titel zum dritten Mal in den letzten zehn Jahren. Der dritte Rang ging an den jungen Liestaler Lyn Harper, der erstmals am Volksturnier teilnahm.

Nur eine Frau schaffte es dieses Jahr auf das Podest. In der Plausch-Serie (5 TN) spielte sich Mary Joan Pauig Steidel aus Bad Säckingen ins Finale. Nachdem sie 2024 im PlauschPro chancenlos war, fand sie ihre passende Serie. Im diesjährigen Plausch-Finale war Thomas Müller aus Münchenstein dann aber zu stark – für ihn wäre wohl PlauschPro die gute Herausforderung, blieb er doch ohne Satzverlust. Michael Häfelfinger aus Sissach holte sich Platz drei und damit seinen ersten Volksturnierpokal.

Da sich nur ein nichtlizenzierter U11-Junior meldete, stand er als kampfloser Sieger fest. Natürlich durfte Jonas Müller aus Münchenstein bei den U16 mitspielen, wo er auf 13 Gegner*Innen stiess und starker Vierter wurde. Vor ihm auf das Podest schaffte es der Tenniker und TTCG-Junior Lionel Erny. Im Finale stand dessen Clubkollege Ruben Felber aus Wittinsburg dem Arlesheimer Mathurin Neiss Krivaja gegenüber. Felber konnte die Oberhand behalten und siegte mit 3:1 Sätzen. Vorjahressieger Jayden Gilgen musste sich mit Rang acht begnügen.

14 Doppelpaarung quer durch die Stärkeklassen starteten ins harte KO-Tableau. Am Ende standen sich das Rio-Star Muttenz Duo Severin Fischer und Jeffrey Eberhart den letztjährigen Finalverlierern Adrian Auer und Martin Wehrli vom TTC Oberwil gegenüber. Nach intensivem Kampf über vier Sätze durften die Muttenzer jubeln. Damit muss Auer und Oberwil weiter auf einen Doppelsieg am Volksturnier warten. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle das legendäre Cifrek-Doppel, das im Halbfinale gegen Oberwil keine Chance hatte – aber unverletzt nach Hause reisen konnte.

Der TTCG bedankt sich bei allen Beteiligten und freut sich auf bereits auf das nächste Jahr!

Alle Infos zum Verein und zum Volksturnier sind auf der Homepage www.ttcgelterkinden.ch zu finden.

Bericht: Simon Senn